Sympathisches, lustiges, reichlich brutales Popcornkino
4 stars
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Mein 1. Chuck Tingle Buch. Zwar bereue ich weiterhin bitterlich, dass die Berliner Bibliotheken Chuck Tingle's "Pounded in the butt by [Dinosaurier oder Verkörperung eines Meta Gedankens]" nicht in libby anbietet...), aber hätte sie es getan, hätte ich dieses Buch vielleicht nie ausgeliehen, was wirklich schade wäre.
Das Buch wird zunehmend absurd. Ich hatte keinen Plan worum es geht und wow, das war super. In den ersten 10% beginnt es schon ganz nett, dann eskaliert alles und wird gleichermaßen absurd wie brutal. Eine bunte Material- und Gore-Schlacht, die sehr, sehr viele Details liefert, zieht sich reichlich lange hin. Allerdings bleibt kein brutaler Mord ohne Augenzwinkern. Denn auch wenn das Buch sehr viele Meta-Themen hat und letztlich sehr lebensbejahend ist, eigentlich scheint es aus der enorm witzigen Frage geboren zu sein: "Was wäre das schlimmste, was bei deinem Coming Out passieren könnte?" Tja, wenige Menschen dürften diese Frage mit "knapp 8 Millionen Menschen sterben" beantworten.
Das Buch ist kurzweilig, unterhaltsam und bringt Anspielungen und Witze auf verschiedenen Leveln mit sich. Plus es schaffte es drei mal, mich mit seinen Wendungen zu überraschen, was kaum einer Story je gelingt. Prima Strandlektüre, wenn der eigene Magen so viel gore verkraftet.
Einziges Manko: Chuck Tingle weiß schon, warum er gewisse übernatürliche Elemenze in der Story als "Plot Holes" benannt hat. Denn davon hat dir Geschichte natürlich unzählige. Ist halt ein unterhaltsamer aber sinnfreier Actionfilm in Buchform. Und die Hauptchara ist ein bisschen anstrengend geschrieben und verhält sich hölzern, aber das ist unter diesen Umständen total vertretbar.