Viel zu YA fĂĽr meinen Geschmack
2 stars
Content warning milder meta spoiler
Ehrlichgesagt war das Buch, nachdem ich so begeistert von Tingle's "Lucky Day" war, wirklich eine Enttäuschung.
Es war größtenteils vorhersehbar und die Charaktere super flach. Ein bisschen Charakterisierung hat nur die Protagonistin abbekommen, deren Entwicklung von einer zurückhaltenden, nix hinterfragenden Kult-Anhängerin zum kompletten Gegenteil binnen Minuten (oder Tagen) ich dem Autoren einfach nicht abgenommen habe. You don't just leave a cult (und deine Eltern) mal eben so nach 20 Jahren durchgehender Indoktrinierung, auch wenn du checkst, dass sie Dreck am Stecken haben.
Naja.
Was den Rest der Story angeht, war sie selbst für YA erdrückend flach. Alle Entwicklungen passten perfekt ineinander. Alle Zufälle kamen den Abtrünnigen zu Hilfe. In "Lucky Day" lässt sich sowas mit freidrehender (Un)Wahrscheinlichkeit kokett erklären, ebenso wie die vielen Plot Holes, in Camp Damaskus wirkt es wie sloppy writing.
Während Lucky Day mich wirklich mit drei Wendungen überrascht hat, waren es in Camp Damaskus höchstens Details der vorhersehbaren Handlung, die anders waren als erwartet. Schade. Vielleicht muss ich noch ein drittes Buch von Tingle lesen um festzustellen, ob Lucky Day einfach sein bestes Buch war und seine Schreibe sonst eher nichts für mich ist, oder ob Camp Damaskus der unglückliche Outlier ist.