In der ersten Hälfte verlaufen die Handlungsstränge Leah und Tarik halbwegs parallel - Leah aus der Ich-Perspektive, Tarik aus der 3. Person. Zwischenzeitlich gibt es dann (aus Plotgründen?) auch die Perspektive der Schweizer Kommandantin und nach mehreren zehntausend Jahren dann die von Kopano in der 3. Person.
Im ersten Teil habe ich zumindest eine Menge nautischer Fachbegriffe kennengelernt. Einigermaßen spannend und unterhaltsam waren die ersten beiden Teile auch.
Bezüglich der Figur der Leah bin ich zwiegespalten: Ich hege Sympathie für sie, bin mir als Mann aber unsicher, ob sie "richtig" rüberkommt - oder eben aus der Perspektive eines älteren Herren, der sich eher mit Zügen und U-Booten auskennt... ;-) Vielleicht ist die "Ich"-Perspektive da nicht ganz das richtige :-D
Wegen mir hätte es den letzten Teil (Mehrere zehntausend Jahre später) nicht gebraucht. Das Szenario finde ich schwach: Die nächste Zivilisation hat sich technisch, politisch und gesellschaftlich analog zu unserer entwickelt und mächtige Nationalstaaten bekriegen sich. Der "Twist", dass die Kolonialherren diesmal schwarz und die Sklaven weiß sind, wirkt dadurch völlig platt. Historische Zufälligkeit hätte auch in einem einfallsreicheren Szenario aufgezeigt werden können.
Der letzte Teil wirkt sowohl erzählerisch als auch sprachlich eher oberflächlich und lieblos.









