Namakemono reviewed Tote Seelen singen nicht by Jussi Adler-Olsen (Carl-Mørck-Reihe/Sonderdezernat Q, #11)
Ernüchterung
3 stars
Dass es doch eine Fortsetzung der Reihe geben sollte, kam überraschend und ich war sehr gespannt. Band 10 um den eigenwilligen Ermittler Mørck war doch ein würdiger Abschluss. Was kommt da jetzt?
Nun, eine Fortsetzung ohne Mørck, na ja, ganz ohne dann doch nicht. Als Autor, der seine Fälle zu Papier bringt, mischt er weiter im Sonderdezernat Q für aussichtslose und meist skurrile Cold Cases mit.
Jussi Adler-Olsen, der in diesem Jahr 76 Jahre alt wird, arbeitet jetzt mit zwei Co-Autorinnen und es war absehbar, dass sich die Geschichten dadurch verändern. Leider nicht in eine erfreuliche Richtung. Dass es außerdem seit Mai 2025 eine Netflix-Serie (Dept. Q) über die ersten 10 Bände gibt, wirkt wie ein Ausschlachten des „Erfolgskonzepts“ Sonderdezernat Q. Ein neuer Roman scheint da nur konsequent.
Recht schnell machte sich dann auch – trotz der niedrigen Erwartungen an das Buch – nach einem doch vielversprechenden …
Dass es doch eine Fortsetzung der Reihe geben sollte, kam überraschend und ich war sehr gespannt. Band 10 um den eigenwilligen Ermittler Mørck war doch ein würdiger Abschluss. Was kommt da jetzt?
Nun, eine Fortsetzung ohne Mørck, na ja, ganz ohne dann doch nicht. Als Autor, der seine Fälle zu Papier bringt, mischt er weiter im Sonderdezernat Q für aussichtslose und meist skurrile Cold Cases mit.
Jussi Adler-Olsen, der in diesem Jahr 76 Jahre alt wird, arbeitet jetzt mit zwei Co-Autorinnen und es war absehbar, dass sich die Geschichten dadurch verändern. Leider nicht in eine erfreuliche Richtung. Dass es außerdem seit Mai 2025 eine Netflix-Serie (Dept. Q) über die ersten 10 Bände gibt, wirkt wie ein Ausschlachten des „Erfolgskonzepts“ Sonderdezernat Q. Ein neuer Roman scheint da nur konsequent.
Recht schnell machte sich dann auch – trotz der niedrigen Erwartungen an das Buch – nach einem doch vielversprechenden Auftakt, Ernüchterung breit. Die Entwicklung der Story ist plump, absehbar, Hinweise werden derart niedrigschwellig unter die Nase gehalten, dass ein Spannungsaufbau kaum gelingt. Das Ganze fällt in sich zusammen wie ein Soufflé im kalten Luftzug.
Die Einführung der neuen Ermittlerin gelingt ganz gut, jedoch wird auch hier auf altbekannte Muster und Schemata zurückgegriffen. Zu sehr wird auf den Wiedererkennungswert der Charaktere gesetzt. Assad, Rose und auch Carl entwickeln sich nicht mehr weiter, sondern werden als „Marke“ eingesetzt, verkauft.
Das, was bisher jeden Band ausmachte – etwas Einzigartiges, überraschende Wendungen und sorgfältige Entwicklung der Charaktere –, ist Schreiben nach Baukastensystem gewichen, Aufwärmen bewährter Rezepte.
Alles in allem ein lesbarer Thriller, der aber mit den bisherigen Sonderdezernat-Q-Bänden kaum mehr als die Protagonist*innen teilt.











