rujo 📚 reviewed Der Herr der Augenringe by Douglas C. Kenney
Schlecht gealterter Klamauk für Hobbylinguisten
2 stars
Der Herr der Augenringe wurde wohl erstmals 1969 raus gehauen und dann im Jahre 1983 von der schon legendären Margaret Carroux ins Deutsche übersetzt. Die gute Carroux in allen Ehren, aber ich glaube, jemand anderes wäre für den Job besser geeignet gewesen, aber dazu später mehr...
Das wichtigste zuerst: Dieses Werk ist leider schlecht gealtert. Schon damals vor etwa 30 Jahren, als ich es zum ersten Mal las, konnte ich mit dem Humor nicht so viel anfangen und das ist wohl nicht besser geworden. Zum einen wäre es gut, wenn man die Vorlage wirklich gelesen hätte (hab ich immer noch nicht) und zum anderen ist der Text doch sehr in seiner Entstehungszeit verwurzelt. Humor ist leider nicht immer zeitlos. Es dürfte also nicht (mehr) viele Leute geben, die über dieses Buch wirklich ablachen können. Da helfen dann auch nicht die vielen Witze unter der Gürtellinie und damit meine ich …
Der Herr der Augenringe wurde wohl erstmals 1969 raus gehauen und dann im Jahre 1983 von der schon legendären Margaret Carroux ins Deutsche übersetzt. Die gute Carroux in allen Ehren, aber ich glaube, jemand anderes wäre für den Job besser geeignet gewesen, aber dazu später mehr...
Das wichtigste zuerst: Dieses Werk ist leider schlecht gealtert. Schon damals vor etwa 30 Jahren, als ich es zum ersten Mal las, konnte ich mit dem Humor nicht so viel anfangen und das ist wohl nicht besser geworden. Zum einen wäre es gut, wenn man die Vorlage wirklich gelesen hätte (hab ich immer noch nicht) und zum anderen ist der Text doch sehr in seiner Entstehungszeit verwurzelt. Humor ist leider nicht immer zeitlos. Es dürfte also nicht (mehr) viele Leute geben, die über dieses Buch wirklich ablachen können. Da helfen dann auch nicht die vielen Witze unter der Gürtellinie und damit meine ich Witze über Hobbitfüße.
Beim Lesen habe ich das ein oder andere Mal durchaus herzlich lachen können, aber die meiste Zeit über kam bei mir höchstens ein verzerrtes Grinsen zustande. Viel zu oft verzogen sich meine Stirnfalten aber auch zu einem genervt fragenden Ausdruck. Bevor ich wieder zu dieser Parodie griff, dachte ich, ich wäre einigermaßen belesen und hätte ein solides Allgemeinwissen. Doch in keinem anderen Buch, an das ich mich erinnern kann, kamen so viele Ausdrücke und Begriffe vor, die ich nicht kannte und hätte nachschlagen müssen. (Hätte, denn meistens war ich zu faul dazu.) Also, entweder man ist selbst ein wandelndes Nachschlagewerk oder man hat beim Lesen dieses Textes so etwas ständig in Reichweite. Dazu kam dann noch das Gefühl, dass sich die gute Margaret Carroux mit der Übersetzung des Humors schwer getan hat. Ok, ich kenne mal wieder das Original nicht, aber ich weiß, dass gerade Humor oft sehr schwer zu übersetzen ist. Und ich könnte wetten, das diese mir unbekannten Begriffe, über die ich so oft gestolpert bin, ebenfalls zum Teil auf das Konto der Carroux gehen.
Nun, letztlich konnte ich dem Herrn der Augenringe nur 2 von 5 möglichen Hobbitfüßen verleihen und die auch nur schwach behaart. Schade, denn ich hatte mich sehr auf das Wiederlesen gefreut.
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