Das Buch ging aber weg wie warme Butter. Klasse geschrieben und mit Wendungen, die ich so nicht erwartet habe.
Wer SciFi mag, wird hier auf seine Kosten kommen.
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....Denn er ging auf der Suche nach der kürzesten Verbindung zwischen zwei Punkten keine Kompromisse ein und nahm weder Verkehrsregeln noch auf das Wohlergehen seiner passagiere Rücksicht.
Die Tatsache, dass es sich um einen Mietwagen handelte, machte es noch schlimmer. Denn Gary war der zukünftige Zustand des Fahrwerks egal, was dazu führte, dass ich mit heilsbrecheren Geschwindigkeit über die Straßen Donegal jagte, um ein Fernsehteam zu treffen oder falls er diesem zuvor kam, meinem Schöpfer.....
In der SF-Roman-Serie Heliosphere 2265 hat Andreas Suchanek - der für mich übrigens einer der besten deutschsprachigen SF-Autoren der Gegenwart ist - einen durchaus beeindruckenden Serienkosmos geschaffen. Die Serie las sich wirklich hervorragend und zeichnete sich durch viele überraschende Wendungen und temporeicher Action aus, wobei auch die von mir so sehr geliebten Space-Opera-Elemente nicht zu kurz kamen. Heliosphere 2278 ist nun die von mir lang ersehnte Fortsetzung dieser Serie in drei Teilen.
Der Anfang von Teil 1 Der Anschlag, war für mich ein wenig wie das Einkuscheln in eine lang vermissten Kuscheldecke. Viel zu spät erst habe ich mitbekommen, dass die Serie fortgesetzt wurde und so liegt für mich das Lesen vom letzten Teil von HS 2265 deutlich länger als drei Jahre zurück. Es war schön, die alte Crew der Hyperion wieder zu treffen und mit ihnen wieder durch den Weltraum zu streifen.
Leider musste ich aber …
In der SF-Roman-Serie Heliosphere 2265 hat Andreas Suchanek - der für mich übrigens einer der besten deutschsprachigen SF-Autoren der Gegenwart ist - einen durchaus beeindruckenden Serienkosmos geschaffen. Die Serie las sich wirklich hervorragend und zeichnete sich durch viele überraschende Wendungen und temporeicher Action aus, wobei auch die von mir so sehr geliebten Space-Opera-Elemente nicht zu kurz kamen. Heliosphere 2278 ist nun die von mir lang ersehnte Fortsetzung dieser Serie in drei Teilen.
Der Anfang von Teil 1 Der Anschlag, war für mich ein wenig wie das Einkuscheln in eine lang vermissten Kuscheldecke. Viel zu spät erst habe ich mitbekommen, dass die Serie fortgesetzt wurde und so liegt für mich das Lesen vom letzten Teil von HS 2265 deutlich länger als drei Jahre zurück. Es war schön, die alte Crew der Hyperion wieder zu treffen und mit ihnen wieder durch den Weltraum zu streifen.
Leider musste ich aber schnell feststellen, dass eben dieser Anfang des Romans nicht ganz so fluffig geraten ist wie es der Rest dann war. Nun, Andreas Suchanek hatte die nicht leichte Aufgabe, die von ihm erschaffene Welt und die vergangenen Ereignisse auch neuen Lesern zugänglich zu machen, ohne dass es aber den Altlesern zu langweilig wird. Das ist ihm leider nicht ganz gelungen und ich bekam an einigen Stellen das Gefühl, dass Suchanek eine Liste im Kopf mit Dingen abgearbeitet hat, die er unbedingt erklären bzw. erwähnen wollte. Das wirkte dann eben manchmal etwas hakelig.
Nach diesen Anfangsschwierigkeiten geht es aber wie in der alten Serie wieder ziemlich gut ab und es wird wieder geheimnisvoll und spannend. Fast jedes Kapitel endet mit einem Cliffhanger und als Leser wird man so immer wieder von einem zum anderen Schauplatz gebeamt... pardon, transloziert.
In Heliosphere 2278 geht es übrigens um einen losen Faden aus den frühen Bänden der Vorgängerserie, den ich schon längst vergessen hatte. Ich frage mich, ob Andreas Suchanek das damals wirklich schon so weit im Voraus geplant hatte...
Wie auch immer, am Ende gefiel mir der Roman so gut, dass ich ihm ohne Probleme 4 von 5 knallig explodierenden Planeten geben kann.
#Buch #Rezension #Roman #Science_Fiction #SciFi #Andreas_Suchanek
Dass es doch eine Fortsetzung der Reihe geben sollte, kam überraschend und ich war sehr gespannt. Band 10 um den eigenwilligen Ermittler Mørck war doch ein würdiger Abschluss. Was kommt da jetzt?
Nun, eine Fortsetzung ohne Mørck, na ja, ganz ohne dann doch nicht. Als Autor, der seine Fälle zu Papier bringt, mischt er weiter im Sonderdezernat Q für aussichtslose und meist skurrile Cold Cases mit.
Jussi Adler-Olsen, der in diesem Jahr 76 Jahre alt wird, arbeitet jetzt mit zwei Co-Autorinnen und es war absehbar, dass sich die Geschichten dadurch verändern. Leider nicht in eine erfreuliche Richtung. Dass es außerdem seit Mai 2025 eine Netflix-Serie (Dept. Q) über die ersten 10 Bände gibt, wirkt wie ein Ausschlachten des „Erfolgskonzepts“ Sonderdezernat Q. Ein neuer Roman scheint da nur konsequent.
Recht schnell machte sich dann auch – trotz der niedrigen Erwartungen an das Buch – nach einem doch vielversprechenden …
Dass es doch eine Fortsetzung der Reihe geben sollte, kam überraschend und ich war sehr gespannt. Band 10 um den eigenwilligen Ermittler Mørck war doch ein würdiger Abschluss. Was kommt da jetzt?
Nun, eine Fortsetzung ohne Mørck, na ja, ganz ohne dann doch nicht. Als Autor, der seine Fälle zu Papier bringt, mischt er weiter im Sonderdezernat Q für aussichtslose und meist skurrile Cold Cases mit.
Jussi Adler-Olsen, der in diesem Jahr 76 Jahre alt wird, arbeitet jetzt mit zwei Co-Autorinnen und es war absehbar, dass sich die Geschichten dadurch verändern. Leider nicht in eine erfreuliche Richtung. Dass es außerdem seit Mai 2025 eine Netflix-Serie (Dept. Q) über die ersten 10 Bände gibt, wirkt wie ein Ausschlachten des „Erfolgskonzepts“ Sonderdezernat Q. Ein neuer Roman scheint da nur konsequent.
Recht schnell machte sich dann auch – trotz der niedrigen Erwartungen an das Buch – nach einem doch vielversprechenden Auftakt, Ernüchterung breit. Die Entwicklung der Story ist plump, absehbar, Hinweise werden derart niedrigschwellig unter die Nase gehalten, dass ein Spannungsaufbau kaum gelingt. Das Ganze fällt in sich zusammen wie ein Soufflé im kalten Luftzug.
Die Einführung der neuen Ermittlerin gelingt ganz gut, jedoch wird auch hier auf altbekannte Muster und Schemata zurückgegriffen. Zu sehr wird auf den Wiedererkennungswert der Charaktere gesetzt. Assad, Rose und auch Carl entwickeln sich nicht mehr weiter, sondern werden als „Marke“ eingesetzt, verkauft.
Das, was bisher jeden Band ausmachte – etwas Einzigartiges, überraschende Wendungen und sorgfältige Entwicklung der Charaktere –, ist Schreiben nach Baukastensystem gewichen, Aufwärmen bewährter Rezepte.
Alles in allem ein lesbarer Thriller, der aber mit den bisherigen Sonderdezernat-Q-Bänden kaum mehr als die Protagonist*innen teilt.
In diesem Buch sind die Bände II und III der dreiteiligen Geschichte Die Reise der Jerle Shannara veröffentlicht worden. Der ersten Band hatte mich ja schon fast begeistert und so las ich entsprechend motiviert weiter. Aber im zweiten Band wurden die Dinge dann doch anders wie erwartet und ich muss vorweg sagen, dass diese beiden Bände nicht für zart besaitete Leser geeignet sind.
Band II: "Die Labyrinthe von Shannara"
Normalerweise bin ich Genremischungen gegenüber sehr aufgeschlossen, hätte das aber in dieser Form nicht bei Shannara erwartet. Der zweite Band ist gefühlt mehr Science Fiction als Fantasy und Terry Brooks hat dazu noch ein gewisses Maß an Horror und so einige Liter Blut einfließen lassen. Denn der Bösewicht dieses Bandes, der der Technologie der alten Welt entstammt, räumt kräftig und völlig mitleidlos unter den Reisegefährten auf. Dabei werden einige Szenen recht drastisch beschrieben, was ich eben so von älteren …
In diesem Buch sind die Bände II und III der dreiteiligen Geschichte Die Reise der Jerle Shannara veröffentlicht worden. Der ersten Band hatte mich ja schon fast begeistert und so las ich entsprechend motiviert weiter. Aber im zweiten Band wurden die Dinge dann doch anders wie erwartet und ich muss vorweg sagen, dass diese beiden Bände nicht für zart besaitete Leser geeignet sind.
Band II: "Die Labyrinthe von Shannara"
Normalerweise bin ich Genremischungen gegenüber sehr aufgeschlossen, hätte das aber in dieser Form nicht bei Shannara erwartet. Der zweite Band ist gefühlt mehr Science Fiction als Fantasy und Terry Brooks hat dazu noch ein gewisses Maß an Horror und so einige Liter Blut einfließen lassen. Denn der Bösewicht dieses Bandes, der der Technologie der alten Welt entstammt, räumt kräftig und völlig mitleidlos unter den Reisegefährten auf. Dabei werden einige Szenen recht drastisch beschrieben, was ich eben so von älteren Shannara-Romanen bzw. von Terry Brooks nicht gewohnt war. Auch kann ich mich nicht entsinnen, dass besagte alte Technologie jemals zuvor so im Vordergrund stand und auch so deutlich als solche beschrieben wurde. Beides zusammen fühlte sich für mich einfach nicht wie das mir bekannte Shannara an.
Band III: "Die Offenbarung von Shannara"
Während der vorige "Endgegner" aufgrund seiner Natur Schlimmes tat, dabei aber kein Vergnügen empfand, so kann ich den finalen Bösewicht aus dem dritten Teil namens Morgawr nur als ein sadistisches Schwein bezeichnen. Das Gemetzel aus Band II setzt sich dann im Laufe dieses Romans weiter fort und mir drängte sich der Gedanke auf, dass auch Terry Brooks ein gewisses sadistische Vergnügen daran fand, seine Figuren leiden zu lassen. Auch das ist ein Zug, den ich zuvor bei Shannara nicht wahrgenommen habe. Dazu kam dann noch der Eindruck, dass die Geschichte künstlich in die Länge gezogen worden ist und dass Brooks sich auch zu viel mit den Gefühlen der Charaktere beschäftigt hat. Und so ließ meine Motivation den Roman weiter zu lesen spätesten ab der Hälfte stark nach. Als dann auch noch eine wichtige Figur brutal gefoltert und ermordet wurde, war ich fast so weit, dass Buch abzubrechen. Ich kann die Darstellung von Sadismus und extremer Gewalt nicht leiden. Glücklicherweise war das Ende des Romans und damit der Abschluss der Trilogie wieder einigermassen gut und versöhnlich, wenn auch ziemlich vorhersehbar und vielleicht etwas kurz geraten.
Beiden Bänden kann ich gefühlsmäßig 3 von 5 möglichen Grabhügeln verleihen und bleibe mit der Frage zurück, ob ich die folgenden Shannara-Bücher überhaupt noch lesen mag. Ja, Terry Brooks hat sich als Autor weiterentwickelt und er wollte vielleicht auch seine Shannara-Welt weiter entwickeln, aber für mich ist dadurch in dieser Trilogie zu viel vom alten "Shannara-Zauber" verloren gegangen.
#Buch #Rezension #Roman #Fantasy #High_Fantasy #Terry_Brooks #Andreas_Helweg
Gefällt mir nicht, ich hatte andere Erwartungen an das Buch. In den zwei Kapiteln, die ich bis jetzt gelesen habe, über Haie und Spinnen werden zwar historische und psychologische Hintergründe, Mythen und Legenden genannt, warum diese Tiere solche Ängste und Vorurteile auslösen, aber meiner Meinung nach nicht wirklich ausgeräumt.
Im Gegenteil, die Tiere werden wiederum vereinnahmt, vermenschlicht, es werden ihnen Gedankengänge und innere Monologe, dadurch Motive und Absichten angedichtet, die jede wissenschaftliche Grundlage vermissen lassen.
Ich hoffte auf eine Gegenüberstellung vom Reich der Mythen und Phantasie mit Fakten, Wissenschaft und Rationalität. Stattdessen irgendwie doch ein Fabelbuch für den Fünf-Uhr-Tee. Zum Gruseln und Aneignen kurioser Anekdoten für den nächsten Smalltalk auf einer Party.
Der Herr der Augenringe wurde wohl erstmals 1969 raus gehauen und dann im Jahre 1983 von der schon legendären Margaret Carroux ins Deutsche übersetzt. Die gute Carroux in allen Ehren, aber ich glaube, jemand anderes wäre für den Job besser geeignet gewesen, aber dazu später mehr...
Das wichtigste zuerst: Dieses Werk ist leider schlecht gealtert. Zum einen wäre es gut, wenn man die Vorlage wirklich gelesen hätte (hab ich immer noch nicht) und zum anderen ist der Text doch sehr in seiner Entstehungszeit verwurzelt. Humor ist leider nicht immer zeitlos. Es dürfte also nicht (mehr) viele Leute geben, die über dieses Buch wirklich ablachen können. Da helfen dann auch nicht die vielen Witze unter der Gürtellinie und damit meine ich Witze über Hobbitfüße.
Beim Lesen habe ich das ein oder andere Mal durchaus herzlich lachen können, vor allem im ersten Drittel, aber die meiste Zeit über kam bei …
Der Herr der Augenringe wurde wohl erstmals 1969 raus gehauen und dann im Jahre 1983 von der schon legendären Margaret Carroux ins Deutsche übersetzt. Die gute Carroux in allen Ehren, aber ich glaube, jemand anderes wäre für den Job besser geeignet gewesen, aber dazu später mehr...
Das wichtigste zuerst: Dieses Werk ist leider schlecht gealtert. Zum einen wäre es gut, wenn man die Vorlage wirklich gelesen hätte (hab ich immer noch nicht) und zum anderen ist der Text doch sehr in seiner Entstehungszeit verwurzelt. Humor ist leider nicht immer zeitlos. Es dürfte also nicht (mehr) viele Leute geben, die über dieses Buch wirklich ablachen können. Da helfen dann auch nicht die vielen Witze unter der Gürtellinie und damit meine ich Witze über Hobbitfüße.
Beim Lesen habe ich das ein oder andere Mal durchaus herzlich lachen können, vor allem im ersten Drittel, aber die meiste Zeit über kam bei mir höchstens ein verzerrtes Grinsen zustande. Viel zu oft verzogen sich meine Stirnfalten aber auch zu einem genervt fragenden Ausdruck. Bevor ich wieder zu dieser Parodie griff, dachte ich, ich wäre einigermaßen belesen und hätte ein solides Allgemeinwissen. Doch in keinem anderen Buch, an das ich mich erinnern kann, kamen so viele Ausdrücke und Begriffe vor, die ich nicht kannte und hätte nachschlagen müssen. (Hätte, denn meistens war ich zu faul dazu.) Also, entweder man ist selbst ein wandelndes Nachschlagewerk oder man hat beim Lesen dieses Textes so etwas ständig in Reichweite. Dazu kam dann noch das Gefühl, dass sich die gute Margaret Carroux mit der Übersetzung des Humors schwer getan hat. Ok, ich kenne mal wieder das Original nicht, aber ich weiß, dass gerade Humor oft sehr schwer zu übersetzen ist. Und ich könnte wetten, dass diese mir unbekannten Begriffe, über die ich so oft gestolpert bin, zumindest zum Teil auf das Konto der Carroux gehen.
Nun, letztlich konnte ich dem Herrn der Augenringe nur 2 von 5 möglichen Hobbitfüßen verleihen und die auch nur schwach behaart. Schade, denn ich hatte mich sehr auf das Wiederlesen gefreut.
#Buch #Rezension #Roman #Parodie #HdR #Fantasy #Margaret_Carroux
Das Buch schließt mit mehreren so offensichtlichen Cliffhangern, dass der nächste Band ein Muss darstellt, will man mit der Geschichte etwas anfangen. Das stört mich gewaltig, da vor dem Lesen nicht ersichtlich war, dass die Geschichte dann doch eine Trilogie ist. Muss mich jetzt also entscheiden, ob ich mit der unfertigen Geschichte leben will.
Die Motivation Band zwei und drei zu lesen ist nicht so hoch, denn der zu Beginn vorhandene Humor kommt im Verlauf des Buches recht schnell abhanden und die Erzählweise ist nicht konstant. Manches wird sehr genau und detailreich beschrieben, bei anderem klafft dann eine erzählerische Lücke als ob die Energie oder Phantasie ausgegangen wäre. Manches ist auch einfach zu unlogisch oder in sich nicht schlüssig.
Das Buch hat mich unterhalten und war stellenweise auch spannend und fesselnd, in der Gesamtschau dann dann aber eher enttäuschend. Doch nur ein Keks, obwohl man nach dem ersten …
Das Buch schließt mit mehreren so offensichtlichen Cliffhangern, dass der nächste Band ein Muss darstellt, will man mit der Geschichte etwas anfangen. Das stört mich gewaltig, da vor dem Lesen nicht ersichtlich war, dass die Geschichte dann doch eine Trilogie ist. Muss mich jetzt also entscheiden, ob ich mit der unfertigen Geschichte leben will.
Die Motivation Band zwei und drei zu lesen ist nicht so hoch, denn der zu Beginn vorhandene Humor kommt im Verlauf des Buches recht schnell abhanden und die Erzählweise ist nicht konstant. Manches wird sehr genau und detailreich beschrieben, bei anderem klafft dann eine erzählerische Lücke als ob die Energie oder Phantasie ausgegangen wäre. Manches ist auch einfach zu unlogisch oder in sich nicht schlüssig.
Das Buch hat mich unterhalten und war stellenweise auch spannend und fesselnd, in der Gesamtschau dann dann aber eher enttäuschend. Doch nur ein Keks, obwohl man nach dem ersten Bissen ein Stück Torte erwarten konnte.
Das zweite Buch in diesem Sammelband ist Die Hexe von Shannara, welches der erste Teil der Trilogie Die Reise der Jerle Shannara ist. Es soll 130 Jahre nach den Erben von Shannara spielen und katapultiert die Saga mit Hilfe von fantastischen Luftschiffen wie eben der Jerle Shannara in luftige Höhen.
Der Anfang hat mir viel Spaß gemacht, vor allem der Auftritt der sog. Ilse-Hexe kam bei mir sehr gut an. Danach jedoch geriet das Buch in erzählerische Gewässer, die ich nicht so mag, denn es ging um Schifffahrt mit drei f und so wurde ich mit nautischen Fachausdrücken geradezu beworfen. Ich als alte Landratte mit panischer Angst vor Bilgenschweinen bin ja schon froh, wenn ich Bug vom Heck unterscheiden kann. Zudem hat Terry Brooks seine Fahrenden, die in meiner Erinnerung früher als klassischer "Zigeuner" beschrieben wurden, nun als das Seefahrervolk dargestellt und sie mit samt …
Das zweite Buch in diesem Sammelband ist Die Hexe von Shannara, welches der erste Teil der Trilogie Die Reise der Jerle Shannara ist. Es soll 130 Jahre nach den Erben von Shannara spielen und katapultiert die Saga mit Hilfe von fantastischen Luftschiffen wie eben der Jerle Shannara in luftige Höhen.
Der Anfang hat mir viel Spaß gemacht, vor allem der Auftritt der sog. Ilse-Hexe kam bei mir sehr gut an. Danach jedoch geriet das Buch in erzählerische Gewässer, die ich nicht so mag, denn es ging um Schifffahrt mit drei f und so wurde ich mit nautischen Fachausdrücken geradezu beworfen. Ich als alte Landratte mit panischer Angst vor Bilgenschweinen bin ja schon froh, wenn ich Bug vom Heck unterscheiden kann. Zudem hat Terry Brooks seine Fahrenden, die in meiner Erinnerung früher als klassischer "Zigeuner" beschrieben wurden, nun als das Seefahrervolk dargestellt und sie mit samt ihren Schiffen in die Luft befördert. Diese Fahrenden kamen mir daher jetzt fremd und zudem auch recht überzeichnet vor. Dazu fand ich es auch sehr schwierig, mir die Luftschiffe anhand ihrer Beschreibungen vorzustellen. Nun, nach dem diese Untiefen jedoch erst einmal umschifft waren, kamen für mich deutlich angenehmer Charaktere in den Vordergrund und das Buch machte mir von da an beim Lesen immer mehr Freude. Überhaupt halte ich es für eine sehr gelungene Fortführung der Shannara-Saga mit dem Dunklen Onkel Walker Boh als nun letzten der Druiden. Das führt mich auch zu meinem letzten negativen Kritikpunkt: Ich finde, dass es Brooks mit dem inneren Konflikt von Walker übertrieben hat. Dieser wollte ja, wie man aus früheren Büchern weiß, nie ein Druide werden, konnte sich diesem Schicksal dann aber nicht entziehen. Nun leidet er darunter, dass er genau so wie seine Vorgänger die Menschen zumindest hin und wieder belügen, hintergehen und manipulieren muss, um höhere Ziele zu erreichen. Das fand ich unglaubwürdig, denn ich meine, dass ein so genialer Verstand wie der von Walker Boh auch andere Lösungen finden sollte. Das Ende des Romans fand ich dann noch einmal deutlich besser als es schon sein Anfang war. Nicht nur, dass Brooks mit gleich mehreren spannenden Cliffhangern diesen Band beendet, sondern er beantwortet auch wichtige Fragen, verrät aber gleichzeitig nicht zu viel. Und so fühlt sich das Ende dieses ersten Teils der Trilogie wie eine richtige Leserbelohnung an und macht Lust, sofort den nächsten Teil zu beginnen.
Trotz meiner negativen Kritikpunkte, die wohl mehr Jammern auf hohem Niveau sind, gefiel mir dieses Buch so gut, dass ich der Hexe ohne Probleme glatte 4 von 5 in der Sonne glitzernden Eissternchen geben kann. Und das versetzt mich gleichzeitig in die glückliche Lage, dem gesamten Sammelband ebenfalls 4 volle Sterne geben zu können.
#Buch #Rezension #Roman #Fantasy #High_Fantasy #Terry_Brooks #Andreas_Helweg
In diesem Wälzer sind gleich zwei Bücher veröffentlicht worden, die zu völlig anderen Zeiten in der Shannara-Timeline spielen. Das erste Buch im Buch ist Der Ausgestoßene von Shannara, ein Prequel-Einzelroman, der die Vorgeschichte zum Schwert von Shannara erzählt und angeblich schlappe 500 Jahre vor diesem spielen soll. Darin geht es u. a. um den Lehrmeister von Allanon und den ersten Kampf gegen den abtrünnigen Druiden Brona, auch bekannt als Dämonenlord. Das Buch erschien 1997 und damit viele Jahre später als besagtes Schwert. Der Roman verrät übrigens Dinge, die man im Schwert von Shanara nicht erfährt, was man bedenken sollte, wenn man Romane aus dieser Reihe lesen möchte.
Ich finde, dass man deutlich merkt, dass der Roman später entstanden ist. Terry Brooks hat meiner Meinung nach im Laufe der Jahre als Autor deutlich an Reife zugelegt und seinen Erzählstil verbessern können. Die Geschichte ist daher mehr …
In diesem Wälzer sind gleich zwei Bücher veröffentlicht worden, die zu völlig anderen Zeiten in der Shannara-Timeline spielen. Das erste Buch im Buch ist Der Ausgestoßene von Shannara, ein Prequel-Einzelroman, der die Vorgeschichte zum Schwert von Shannara erzählt und angeblich schlappe 500 Jahre vor diesem spielen soll. Darin geht es u. a. um den Lehrmeister von Allanon und den ersten Kampf gegen den abtrünnigen Druiden Brona, auch bekannt als Dämonenlord. Das Buch erschien 1997 und damit viele Jahre später als besagtes Schwert. Der Roman verrät übrigens Dinge, die man im Schwert von Shanara nicht erfährt, was man bedenken sollte, wenn man Romane aus dieser Reihe lesen möchte.
Ich finde, dass man deutlich merkt, dass der Roman später entstanden ist. Terry Brooks hat meiner Meinung nach im Laufe der Jahre als Autor deutlich an Reife zugelegt und seinen Erzählstil verbessern können. Die Geschichte ist daher mehr als die altbekannte Fantasy-Road-Trip-Questen-Sightseeing-Tour und Brooks verleiht seinen Charakteren deutlich mehr Tiefe als ich es sonst bei ihm wahrgenommen habe. Eine der stärken dieses Romans ist daher, dass man hier viel über das Innere der Hauptfiguren erfährt und so gut ihre Handlungen und Entscheidungen nachvollziehen kann. Besonders toll fand ich, dass der harte Kerl Jerle Shannara sich seiner tiefen Liebe zu seinem BBF Tay Trefenwyd (was für ein Name!) sehr bewusst werden darf, ohne das es schwul rüber kommt. Auch darf die gute Preia Starle, mit der beide aufgewachsen sind, ihre Frau stehen, ohne dabei wie ein "Mann mit Brüsten" zu wirken. Bei der ganzen Innenbeschau übertreibt es Brooks aber nicht, so dass das nicht nervig wird. Wie auch bei seinen anderen Romanen hatte ich nicht das Gefühl, dass er nur Seiten füllen möchte, sondern wirklich erzählen will. Und wie er erzählen kann: Für mich war der Roman wie eine plüschige Kuscheldecke aus Atmosphäre und auch Nostalgie und ich fühlte mich an meine Kindheit erinnert als ich zum ersten Mal ein Shannara-Buch las. Ja, ok, der Plot wirkt hier und da dann doch wie eine Wiederholung, aber die Story um Brona, diesem Oberbösedämonenschattenwicht, gib nun einmal nicht so viel her. Ich habe mich aber dennoch keine Sekunde gelangweilt und es wär echt schön gewesen, wenn ich das Buch mit weniger Unterbrechungen hätte genießen können.
Apropos Brona... Terry Brooks hat allen Hauptfiguren wie zuvor erwähnt viel Tiefe und Hintergrund gegeben, aber ausgerechnet beim alten Brony Boy hat er in dem Sinne gegeizt und so wirkt der böse Obermotz tatsächlich ziemlich schattenhaft und trotz aller schwärzesten Schwärze irgendwie recht blass. Das finde ich schon schade und meine, dass Brooks hier eine Unterlassungssünde begangen hat. Eine weitere "Sünde" ist für mich das Ende der Geschichte, das auf mich zu erzwungen wirkt. Es scheint so, als wollte Brooks unbedingt noch mehr Verbindungen von dieser Geschichte zu seinem Schwert von Shannara schaffen als es nötig und auch gut gewesen wäre. Das rundet den Roman eben nicht ab, wie es sich Brooks wohl gedacht haben mag, sondern nimmt ihm eher etwas von seiner ansonsten sehr hohen Qualität.
Bei diesem Roman ist mir übrigens zum ersten Mal richtig bewusst geworden, das Terry Brooks in seinen Bücher bestimmte Themen scheinbar komplett weglässt, nämlich die "Spannungsfelder" Sex und Religion. In den Shannara-Büchern gibt es kein Karnickelgepoppe und nicht mal anzügliche Bemerkungen. Ein romantischer Kuss hier und da ist das Höchstmaß an auftauchender Erotik, falls man das überhaupt Erotik nennen kann. Und was die Religion angeht, nun, in der Welt von Shannara gibt es einfach keine Götter, keine Priester, keine Tempel und keine Gebete; jedenfalls so weit ich gelesen habe und mich erinnern kann. Beides finde ich übrigens mal so richtig gut und ich glaube, das ist einer der Gründe, warum ich die Shannara-Reihe so mag.
Nun, diesem ersten Buch im Buch kann ich mit gutem Gewissen 4 von 5 möglichen blaugleißenden Elfensteinen geben. Wenn ich dann auch mal das zweite Buch darin gelesen habe, werde ich mir wohl überlegen müssen, ob ich hier eine Gesamtbewertung mache oder aber doch lieber die Bücher einzeln mit Sternchen verziere. Aber bis dahin hab ich ja noch ein paar hundert Seiten und viele Lesestunden Zeit, denn die Hexe von Shannara ist jetzt auch nicht gerade eine Kurzgeschichte.
#Buch #Rezension #Roman #Fantasy #High_Fantasy #Terry_Brooks #Susanne_Gerold
So wie Mondsplitter las ich auch dieses Buch von McDevitt vor ca. 25 Jahren schon einmal und genau wie bei Mondsplitter konnte ich mich keine Spur mehr daran erinnern; das hätte mir eine Warnung sein sollen. Als ich aber wiederholt mit dem Lesen begann, kam schnell dieses gute McDevitt-Feeling seiner besseren Romane auf. Es gab ein archäologisches Geheimnis, die Charaktere wurden mir auf gute anschauliche Art schnell näher gebracht und sofort war ich von der Story regelrecht gefangen; ich konnte den eBook-Reader kaum aus der Hand legen. Stück für Stück, fast schon gemächlich, wurde die Handlung aufgebaut, ohne dabei aber langweilig zu werden.
Die Geschichte spielt gegen Ende der 90er-Jahre (als das Buch erstmalig erschien also quasi in der Gegenwart) und beginnt auf einer Farm in den USA in der Nähe der Grenze zu Kanada. Ein Farmer findet ein in seinem Acker vergrabenes völlig intaktes Segelschiff aus einem mysteriösen …
So wie Mondsplitter las ich auch dieses Buch von McDevitt vor ca. 25 Jahren schon einmal und genau wie bei Mondsplitter konnte ich mich keine Spur mehr daran erinnern; das hätte mir eine Warnung sein sollen. Als ich aber wiederholt mit dem Lesen begann, kam schnell dieses gute McDevitt-Feeling seiner besseren Romane auf. Es gab ein archäologisches Geheimnis, die Charaktere wurden mir auf gute anschauliche Art schnell näher gebracht und sofort war ich von der Story regelrecht gefangen; ich konnte den eBook-Reader kaum aus der Hand legen. Stück für Stück, fast schon gemächlich, wurde die Handlung aufgebaut, ohne dabei aber langweilig zu werden.
Die Geschichte spielt gegen Ende der 90er-Jahre (als das Buch erstmalig erschien also quasi in der Gegenwart) und beginnt auf einer Farm in den USA in der Nähe der Grenze zu Kanada. Ein Farmer findet ein in seinem Acker vergrabenes völlig intaktes Segelschiff aus einem mysteriösen Material, das nicht verrotten kann und, wie später vermutet wird, schon tausende Jahre im Boden gelegen haben muss. Aber nicht nur das, es besaß unbekannte Schriftzeichen und eine noch automatisch funktionierende Beleuchtung! Schließlich wurde auf gut Glück auf dem nahen Gebiet eines Sioux-Indianerstammes nach weiteren Artefakten gesucht und eine versunkene Anlage gefunden, die es wortwörtlich in sich hatte. Es werden spannende Entdeckungen gemacht und weil man die Medien von Anfang an gedankenloser Weise mit einbezieht, wird die Öffentlichkeit der ganzen Welt von diesen Entdeckungen erschüttert.
Bis zur Hälfte des Romans hätte ich locker 4 Sterne vergeben können. Dann jedoch kamen immer mehr unwichtige Nebenhandlungen samt Eintagsfliegencharakteren dazu und auch andere Dinge, die mich nervten. So tauchte wieder der anscheinend unvermeidbare einzig wahre Stellvertreter Gottes auf Erden, der Präsident der USA, auf. Doch anders wie bei Mondsplitter stand der Präsi glücklicherweise nicht als Held im Mittelpunkt. Allerdings tauchten ständig nervende Medienvertreter und ihre Berichte oder Talk- und Live-Sendungen auf, die Wirtschaft und Politik der USA und der Welt mussten besprochen werden und auch religiöse Spinner aller Art wurden aufgegriffen. Trotz der sympathischen Hauptfiguren, wovon die eine sogar eine Afroamerikanerin war (für McDevitt außergewöhnlich) und auch die Sioux-Indianer fast schon emphatisch und mit Sympathie geschildert wurden, nahmen die Klischees und Plattheiten ab der Hälfte immer mehr zu; das eigentliche Rätsel trat dabei immer mehr in der Hintergrund. Trotzdem hätte ich nach 4/5 dem Roman immer noch 3 Sternen geben können.
Doch zum Schluss schoss der gute Jack den sprichwörtlichen Vogel ab, in dem er niemand geringeren als Stephen Hawking persönlich samt elektrischen Rollstuhl in ein schneebedecktes "Kriegsgebiet" einfliegen ließ! (WTF! Sollte der da Kugelfangen spielen oder was!?) Ich finde es ausgesprochen billig, wenn in einem fiktiven Roman eine reale prominente Persönlichkeit regelrecht missbraucht wird. Des weiteren war der Anlass dieses "Krieges", der am Ende gar keiner war, nichts anderes als das ausgelutschte Der-Weiße-Mann-nimmt-den-Indianern-ihr-Land-weg-Thema. Und zu schlechter Letzt ist das Ende auch eines der offenen Art, so offen wie die Tore von einem Flugzeughangar! Nicht nur, dass die Geschichte dort endet, wo sie erst richtig losgehen könnte (ist ja auch sehr bequem für einen Autor), nein, es wird auch ein wichtiges Rätsel nicht gelöst! So etwas tut mir als Leser schon regelrecht weh, weshalb ich am Ende wirklich sehr enttäuscht und frustriert war; die Geschichte hatte nämlich wirklich Potential. So aber gibt es von mir letztlich nur noch 2 von 5 Sternen und ich denke, ich sollte alle Romane von Jack McDevitt meiden, die an die Wirklichkeit angelehnt sind und auf der Erde spielen.
#Buch #Rezension #Roman #Science_Fiction #SciFi #Jack_McDevitt #Alex_Merz
Gleich vorweg, auch wenn der Originaltitel dieses Romans "Moonfall" lautet, hat er mit dem Spielfilm "Moonfall" von 2022 nichts weiter zu tun, außer den Mond natürlich, dem Katastrophengedöns und diversen überzogenen Klischees.
Im Buch geht es darum, dass ein Komet, der superschnell daher gesaust kommt, den Mond zielsicher zerbröselt und das ausgerechnet kurz nach dem die internationale Mondstation feierlich vom Vizepräsidenten der USA (so viel zum Thema international) eingeweiht wurde. Doppelt dumm gelaufen, da Bruchstücke vom Mond auch noch auf die Erde plumpsen und für einige katastrophtastische Unannehmlichkeiten wie Tsunamis sorgen. Natürlich darf zum Schluss ein Brocken im Planetenkillerformat nicht fehlen. Aber, lobet und preiset den HERRN!, denn kein geringerer als der US-Präsident (er wurde durch gewisse Umstände zwangsbefördert) war vor Ort, um diesen Steinbrocken aus der Hölle persönlich in den Arsch zu treten und so mal eben die gesamte Menschheit zu retten! …
Gleich vorweg, auch wenn der Originaltitel dieses Romans "Moonfall" lautet, hat er mit dem Spielfilm "Moonfall" von 2022 nichts weiter zu tun, außer den Mond natürlich, dem Katastrophengedöns und diversen überzogenen Klischees.
Im Buch geht es darum, dass ein Komet, der superschnell daher gesaust kommt, den Mond zielsicher zerbröselt und das ausgerechnet kurz nach dem die internationale Mondstation feierlich vom Vizepräsidenten der USA (so viel zum Thema international) eingeweiht wurde. Doppelt dumm gelaufen, da Bruchstücke vom Mond auch noch auf die Erde plumpsen und für einige katastrophtastische Unannehmlichkeiten wie Tsunamis sorgen. Natürlich darf zum Schluss ein Brocken im Planetenkillerformat nicht fehlen. Aber, lobet und preiset den HERRN!, denn kein geringerer als der US-Präsident (er wurde durch gewisse Umstände zwangsbefördert) war vor Ort, um diesen Steinbrocken aus der Hölle persönlich in den Arsch zu treten und so mal eben die gesamte Menschheit zu retten! Gott segne die USA, die geilste Nation im Universum, halleluja und amen!
Nun, das Buch liest sich vor allem in der ersten Hälfte, die sich für mich geradezu quälend lang dahinzog, wie ein alter Katastrophenfilm aus der 70er oder 80er-Jahren. Wie in diesen Filme so üblich wurden auch hier zuerst haufenweise Charaktere samt ihrer Lebensgeschichte aufgebaut, nur damit gefühlt die Hälfte davon später ins Gras beißen darf. Ich habe mir irgendwann nicht mehr merken können, wer nun wer war und was im Leben mit wem gemacht hat und hab versucht, mich nur noch auf die Hauptcharaktere zu konzentrieren.
Erst in der zweiten Hälfte passierte dann endlich mal was, aber leider war alles sehr klischeehaft, ziemlich vorhersehbar und ich hatte ständig das Gefühl, dass ich das alles schon irgendwie kennen würde. Ach ja, richtig, ich hatte das Buch schon einmal gelesen, aber das war's nicht. Es ist mir damals nicht wirklich im Gedächtnis geblieben und das ganz einfach deshalb, weil es so gut wie nichts besonderes oder irgendwie neues oder geheimnisvolles bietet. Fast bis ganz zum Schluss habe ich noch auf irgendeine Überraschung gehofft, aber nee, nix da, alles lief ab wie in so einem Hollywood-Drehbuch aus der Konserve. Putziger Funfact dazu: Der Roman wurde in der Originalausgabe 1998 veröffentlicht und im selben Jahr kamen auch die Katastrophenfilme Armageddon - Das jüngste Gericht und Deep Impact raus. Hm, natürlich alles nur Zufall, ganz sicher.
Meiner Meinung nach hat sich McDevitt hier ein Thema ausgesucht (oder auf's Auge drücken lassen?), dass nicht zu ihm als Autor passt. Dazu kam dann noch seine typische Eigenart alles nur aus der Sicht der weißen Mittelschicht der USA zu schildern. Da ist es ja schon fast beifallswürdig, dass deutsche und russische Raumfahrer auftauchen und kurz danach den Heldentod sterben dürfen, wodurch sie praktischerweise auch schnell wieder entsorgt wurden. China und Indien werden übrigens als Raumfahrtnationen gar nicht bedacht. Und dann hat es der gute Jack auch noch mit dem Kniff der überraschenden Wendung echt überzogen: Immer und immer wieder schlägt der schöne Plan, die Welt zu retten, fehl und die Menschheit muss um ihre Auslöschung fürchten. Doch dann fällt jedes Mal jemanden noch im letzten Moment etwas tolles ein und es geht weiter und so weiter und so weiter bis zur Unglaubwürdigkeit und darüber hinaus.
Nun, auch wenn der Roman zum Ende hin deutlich unterhaltsamer wird, so kann ich ihm letztlich nur 2 von 5 pieksigen Mondsplittern zusprechen. Ich bezweifele sehr, dass er die ca. 17 Stunden Lesezeit verteilt auf 14 Tage wirklich wert war.
Zum Schluss noch ein kleiner Witz zum Thema: Treffen sich zwei Planeten. Sagt der eine: "Was hast Du denn? Du siehst ja gar nicht gut aus!" Die Erde antwortet traurig: "Ach, ich habe Menschheit!" "Du, keine Sorge, das bekommst Du mit einem großen Meteoriten schnell wieder weg."
#Buch #Rezension #Roman #Science_Fiction #SciFi #Katastrophen #Jack_McDevitt #Thomas_Schichtel